Als Zero Mostel starb ist, auch "Whatever Works" gestorben. Woody Allen hatte dem Komiker die Rolle des kauzigen und rechthaberischen Boris Yellnikoff auf den Leib geschrieben. Nach Mostels plötzlichen Tod im Jahr 1977 verschwand das Drehbuch in der Schublade – um für Larry David wieder hervorgeholt zu werden. Als verbitterter Physikprofessor, dem der Nobelpreis knapp entgangen ist, läuft David zur Hochform auf. Dem Star aus "Curb your Enthusiasm" nimmt man sowohl die Verbitterung als auch die Sehnsucht nach Romantik mühelos ab. Und Letztere wird auch gestillt. Und zwar in Form der jungen Ausreißerin Melody (Evan Rachel Wood). Sie schwatzt ihm erst eine Übernachtung ab und schließlich heiratet das ungleiche Paar sogar. Endlich scheint sich auch für Yellnikoff alles zum Guten zu fügen – doch dann tauchen Melodys Eltern in New York auf.
Woody Allens 40. Regiearbeit ist eine warmherzige Komödie, in der Allen zu seiner alten Stand-Up-Comedy zurückfindet. Wendet sich Yellnikoff doch immer wieder direkt ans Kinopublikum. "Könnt ihr die Menschen da draußen nicht sehen?", fragt er seine Freunde, die ihn für verrückt erklären. Am Ende findet jeder der Protagonisten sein individuelles Glück - Hauptsache es funktioniert. Oder, wie man im Englischen sagt: "Whatever works".
"Whatever Works – Liebe sich wer kann" (OT: "Whatever works"), Genre: Komödie, Regie: Woody Allen, Cast: Larry David, Evan Rachel Wood, Patricia Clarkson, Ed Begley Jr., Produktionsjahr: 2009, Produktionsland: USA, Laufzeit: 92 Minuten FSK: -
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