Die vier Freunde Will, Simon, Jay und Neil sind weder cool, noch attraktiv, noch sonderlich beliebt. Sie sind Teenager, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen. Doch trotz ihrer offensichtlichen Macken träumen sie davon, wilde Partys zu feiern, bei denen ihnen die attraktivsten Mädels nur so zu Füßen liegen. Weil die Jungs immerhin schon einmal ihren Schulabschluss schaffen, wollen sie das mit einer Reise ins kretische Urlaubsparadies Malia feiern.
Selbstverständlich geht vor Ort einiges schief. Das Hotel hat mit dem aus dem Katalog maximal den Namen gemein, die Finanzen wurden schlecht kalkuliert und auch zwischen den Freunden läuft nicht alles rund. Vor allem die Frauen sorgen für Unruhe. Der letzte Ausweg den Urlaub noch zu retten: Die Ausfahrt mit dem Partyboat, wo sich die süßen Häschen nur so tummeln und auf dem auch Simons Ex-Freundin Carli, die er unbedingt zurückgewinnen will, mit an Bord ist.
Britischer TV-Erfolg
Im Gegensatz zu vielen amerikanischen TV-Shows sind britische Formate hierzulande kaum bekannt. Wenig verwunderlich also, dass die in Großbritannien zur Kultserie avancierte Sitcom „The Inbetweeners“ außerhalb des UK mit neuem Namen aufwartet, um Aufmerksamkeit zu erregen. Für Deutschland wurde "Sex on the Beach" gewählt, in Anlehnung an den beliebten Cocktail und die heimlichen Fantasien der vier Jungs. Das Drehbuch zu "Sex on the Beach" schrieben Damon Beesley und Iain Morris. Beide Autoren entwickelten zusammen auch die ursprüngliche TV-Serie, die drei Staffeln lang im englischen TV lief und 2010 den Titel der besten Sitcom bei den Britischen Comedy Awards gewann.
Klamauk, Fremdschämen und versteckte Lehren
Wie auch US-Klamauk-Filme wie "American Pie" setzen Beesley und Morris in "Sex on the Beach" auf Charaktere und Aktionen, die beim Zuschauer das peinliche Gefühl des Fremdschämens hervorrufen. Die Storyline ist dabei nicht bahnbrechend originell, was sie aber auch nicht sein kann oder muss, schließlich ist das Genre Teenie-Komödie nicht neu und alle Teenager, ob britisch, amerikanisch oder deutsch, irgendwie gleich. Die Gags des Films aber sind gut genug umgesetzt, um mehr als ein paar gute Lacher heraus zu kitzeln.
Gleichzeitig wünscht man den Protagonisten mehrfach, sie könnten sich auf der Stelle unsichtbar machen oder man ließe Ihnen gerne eine Warnung zukommen, da die nächste drohende Blamage bereits im Anflug ist – was sie selbst natürlich nicht merken. Dazu ein wenig versteckte Romantik und ein paar Lektionen, die die Charaktere über das Leben und die Liebe lernen, und der Teenie-Film ist komplett.
Vier unterschiedliche Problemfälle
Will (Simon Bird) ist der spießige und großartig humorlose Nerd, den sogar sein Vater für seltsam hält. Neill (Blake Harrison) ist ziemlich trottelig und nicht besonders helle. Simon (Joe Thomas) verkörpert den Part des schüchternen und recht unscheinbaren Jungen. Wenig schüchtern sondern vor allem großspurig gibt sich Jay (James Buckley), der auf Teufel komm raus cool und lässig rüberkommen will. Die gewählten Figuren mit ihren speziellen Eigenarten bilden das gesamte Spektrum der heutigen Teenager ab - jeder Zuschauer kann seinen Favoriten finden und findet vielleicht sogar ein wenig sich selbst und seine Freunde in Will, Jay, Simon und Neill wieder.
Startdatum: Im Kino
"Sex on the Beach" (OT: "The Inbetweeners Movie"), Genre: Comedy, Regie: Ben Palmer, Cast: Simon Bird, Joe Thomas, James Buckley, Blake Harrison, Produktionsland: GB, 2011, Laufzeit: 97 Minuten, FSK: Freigegeben ab 16 Jahren.
Eine weitere Meinung zu "Sex on on the Beach" bei OFDb.de









