Acht Jahre sind vergangen, seit der eigentliche Held zum Sündenbock geworden ist. Batman, der Gotham City vor Harvey Dent (Aaron Eckhardt) verteidigt hatte, muss von der Bildfläche verschwinden, während Bösewicht Dent als Märtyrer gefeiert wird. Unrühmlich abzutauchen fällt dem Dunklen Ritter nicht sehr schwer, ist es doch für den guten Zweck. Denn nur dank einiger neuer, strenger Gesetze verschwindet das organisierte Verbrechen aus der Stadt und Batman wird lange nicht mehr gebraucht.
Bis eines Tages eine falsche Bedienstete in den Gemächern des zurückgezogenen Lebenden Milliardärs Bruce Wayne (Christian Bale) herumschnüffelt. Es ist niemand anderes als die Kleinkriminelle Selina Kyle (Anne Hathaway), die im Auftrag viel mächtigerer Bösewichte unterwegs ist. Allen voran Bane (Tom Hardy), eine kraftstrotzende und skrupellose Ausgeburt der Gesellschaft der Schatten, die ganz Gotham City zerstören will.
Dieses Szenario veranlasst Batman aus seinem Exil zurückzukehren. Genau damit rechnet Bane, der auch den Dunklen Ritter vernichten möchte. Zunächst muss Batman sich selbst retten, ehe er versuchen kann die Menschen Gothams aus den Klauen des Bösen zu befreien.
Ende der Trilogie
Mit "The Dark Night Rises" hat Regisseur Christopher Nolan wie angekündigt eine Batman-Trilogie vollendet, die mit "Batman Begins" (2005) startete und über "The Dark Knight" (2008) bis zum jetzigen Film verläuft. Die bekannten Charaktere rund um Batman/Bruce Wayne Christian Bale sind auch in TDKR wieder mit von der Partie. Ohne Morgan Freeman als Lucius Fox und Michael Caine als Alfred wäre Batman auch nicht Batman. Hinzu kommen mit Liam Neeson, Marion Cotillard und Cillian Murphy weitere erstklassige und teils bekannte Gesichter. Anne Hathaway als findiges Luder ist ebenfalls eine gelungene Besetzung, genauso wie Joseph Gordon-Levitt als junger Polizist, dem Nolan eine wichtigere Rolle zugedacht hat als die eines einfachen Streifenpolizisten.
Die Mischung aus Action, Technik-Nerderie und dem ewigen Aufruf zu einer gemeinschaftlichen Gesellschaft, die Nolan auch in TDKR anrührt, ist eine gelungene. Kleine handwerkliche Schönheitsfehler - ein bisschen zu wenig Action, ein paar Worte zuviel, eine kuriose Geste hier - kommen auch bei Nolan vor. Aber die Schwächen bleiben allesamt im Rahmen, weshalb Batmans Abgang ein insgesamt würdiger ist. Stärker ins Gewicht fällt da, dass dem Film leider eine großartige Figur wie der Joker, den Heath Ledger in "The Dark Knight" so überragend dargestellt hatte, fehlt. Der Bösewicht Bane kann schon als Figur nicht mithalten, da kann auch Schauspieler Tom Hardy nichts machen.
Fans von Batman kommen auch an "The Dark Knight Rises" nicht vorbei. Der Film unterhält und ist ein echter Action-Blockbuster, mit zum Teil fantastischen Explosionsszenen. Aber er ist auch nicht das Meisterwerk, das "The Dark Knight" egalisiert oder gar überflügelt.
Kinostart: 26. Juli 2012
"The Dark Knight Rises", Genre: Action/Fantasy; Regie: Christopher Nolan; Cast: Christian Bale, Tom Hardy, Anne Hathaway, Marion Cotillard, Joseph Gordon-Levitt, Michael Caine, Morgan Freeman, Gary Oldman; USA, 2011; Länge: 164 Minuten; FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
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