Review Zorn der Titanen - Der Übermacht trotzen

Review Zorn der Titanen

Der Übermacht trotzen

© Warner Bros. Pictures

In der Unterwelt brodelt es. Perseus, der berühmte Heros und Bezwinger des tödlichen Kraken aus "Kampf der Titanen" steigt erneut in die Sandalen, um das Universum und die gesamte Menschheit vor dem Untergang zu bewahren. Diesmal ist es Kronos, der gefürchtete Anführer der Titanen, der die Götter unter Führung des Zeus herausfordert. Nachdem es beim ersten Teil der "Titanen"-Reihe reichlich Kritik hagelte, was die Realisierung die computeranimierten Visual Effects anging, waren die Erwartungen groß. Kommt der 3D-Monster verliebte Fantasy-Fan dieses Mal auf seine Kosten?

Putsch gegen den Göttervater Zeus

Zehn Jahre nach dem Sieg über den monströsen Kraken möchte der Halbgott Perseus (Sam Worthington) – Sohn des Zeus (Liam Neeson) – nichts weiter als ein Leben als Fischer und alleinerziehender Vater seines zehnjährigen Sohnes Helius führen. Doch die Götter führen weiterhin Krieg gegen die Titanen. Da sie die Menschen kaum noch verehren, verlieren die Götter an Macht. Vor allem aber über ihren Anführer Kronos, den Vater der herrschenden Brüder Zeus, Hades (Ralph Fiennes) und Poseidon (Danny Huston). Das Triumvirat hatte ihn vor langer Zeit gestürzt. Inzwischen vermodert er im Tartarus, der Unterwelt.

Perseus kann sich seiner wahren Berufung als Beschützer der Menschen nicht entziehen, als Hades zusammen mit Zeus' anderem Sohn Ares (Édgar Ramírez) die Seiten wechselt und mit Kronos intrigiert, um Zeus in eine Falle zu locken. Kriegerkönigin Andromeda (Rosamund Pike) und Poseidons Sohn, der Halbgott Argenor (Toby Kebbell), begleiten ihn auf die Reise in die Unterwelt. Dort will er seinen Vater Zeus befreien, die Titanen stürzen und die Menschheit retten.

3D und gelungenes Feuerwerk am Visual Effects

Da der erste Teil "Kampf der Titanen" erst nachträglich in 3D konvertiert wurde, steckte er deutliche Kritik ein. Im Gegensatz dazu machten es die Produzenten dieses Mal richtig und drehten den zweiten Teil "Zorn der Titanen" direkt im aufwendigen 3D-Verfahren. Regie führte diesmal Jonathan Liebesman ("World Invasion: Battle Los Angeles"). Die Fortsetzung des Fantasy-Hits "Kampf der Titanen" aus dem Jahr 2010 präsentiert sich dieses Mal als Mythen-Spektakel mit verbesserten Visual Effects. Hinzu kommt, dass der Zuschauer dank 3D-Effekte mitten im gigantischen Kampf zwischen Menschen, Götter und Titanen zu stehen scheint. Ein Erlebnis, dem sich kein Fantasy-Fan entziehen vermag.

Die visuellen Effekte sind tragender Pfeiler des Action-Spektakels. Verantwortlich dafür zeichnet das kreative Team um Kameramann Ben Davis ("The Rite – Das Ritual"), den Oscar-preisgekrönten Cutter Martin Walsh ("V wie Vendetta"), Kostümdesignerin Jany Temime ("Harry Potter"-Filme) und der für die Spezialeffekte und die Animatronik zuständige Neil Corbould ("Gladiator"). Filmtechnisch darf man größtenteils zufrieden sein. Zwar sind die umgesetzten Monsterm, Titanen und Dämonen voller CGI-Effekte, also reichlich computeranimiert, sind aber bis auf die Zyklopen technisch einwandfrei realisiert. Besonders beeindruckend ist die Realisierung des Tartarus: Beim Durchqueren des riesigen Labyrinths kämpfen sich Perseus und Gefährten durch rotierende Tempelanlagen.

Selbstironie in US-Army-Manier

Letztlich kommt auch der Humor bei dem mythologischen Action-Abenteuer nicht zu kurz. Ist die Story, die auf dem Perseus-Mythos basiert, eher flach ausgestaltet, überrascht der Film mit reichlich Selbstironie, wie man sie in historisch angelehnten Sandalenfilmen selten findet. Wenn sich die Halbgötter Worthington und Kebbell einerseits, die Götterväter Neeson und Fiennes andererseits mit verrücktem Heldenmut in US-Army-Manier ins Getümmel mit Dämonen und Titanen stürzen, nimmt man den Helden den Ernst der Lage – immerhin steht das Ende des Universums auf dem Spiel – nicht ganz ab. Letztlich stört das aber den auf Spezialeffekte versessenen Fantasy-Fan wenig. Sind seine Erwartungen nicht zu hoch, wird er beim Kinobesuch auf seine Kosten kommen.  

"Zorn der Titanen"
, Filmstart: 29. März 2012

"Zorn der Titanen" (OT: "Wrath oft he Titans"), Genre: Fantasy/Action/Abenteuer, Regie: Jonathan Liebesman, Cast: Sam Worthington, Ralph Fiennes, Liam Neeson, Rosamund Pike, Édgar Ramírez, Toby Kebbell, Produktionsjahr: 2012, USA, Laufzeit: 99 Minuten, FSK: Freigegeben ab 12 Jahren.

Weitere Infos zu "Zorn der Titanen" bei Mannbeisstfilm.de

Autor: Andreas Reimann

 
Trailer: Zorn der Titanen

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