Review Cars 2 - Abschleppwagen goes Agent

Review Cars 2

Abschleppwagen goes Agent

© Disney/Pixar
Bei der Fortsetzung von "Cars" (2006) hat wieder der Pixar-Chef John Lasseter persönlich seine Hände mit im Spiel: Zusammen mit Brad Lewis ("Ratatouille") führt Lasseter ("Toy Story") Regie. Und was Lasseter anfasst, wird gut! An seine älteren Werke, wie die Pixar-Klassiker "Toy Story" oder "Monster AG", kommt "Cars 2" zwar nicht ran, ein lohnenswerter Spaß inklusiver hervorragender 3D-Technik und liebenswerten Protagonisten ist es aber allemal!

Zu kritisieren sind bei "Cars 2" also weder die Technik noch die raffinierten, detailgetreuen Charaktere oder das Setting, sondern vielmehr der Inhalt. Wie schon beim ersten Teil fehlt eine runde Story, in der man sich als Zuschauer vollends geborgen fühlt. Eigentlich steht das Haus Pixar für intelligente, anregende Geschichten, die kaum Lücken aufweisen...

In "Cars 2" geht es zunächst um die Teilnahme vom Star-Rennwagen Lightning McQueen am World Grand Prix. Er wird vom schmierigen Italo-Rennwagen Luigi herausgefordert, als er in einem texanischen Kaff seinen rostigen Kumpel Hook, einen einfach gestricktem Abschleppwagen, besucht. McQueen nimmt, wenn auch zögernd, seinen weltfremden besten Freund mit. Die beiden reisen durch die Welt, nach Tokyo, Paris, London und in eine fiktive, italienische Stadt mit der Küstenlandschaft Monacos. Hook weiß sich natürlich nicht so recht zu benehmen und blamiert McQueen – ihre Wege trennen sich. Hook schlittert in eine Verschwörung und wird vom britischen Agenten Finn McMissile und seiner Partnerin für einen Agenten gehalten. Jemand versucht, die Rennteilnehmer zu zerstören, und da auch McQueen in Gefahr ist, versucht Hook zu helfen.

Obwohl sich das Böse rund um das Rennen spinnt, die geplanten Morde mit dem Benzin der Rennautos zusammenhängen, kommt kein Gefühl eines runden Ganzen auf. Der Grund dafür mag auch sein, dass Lasseter mit dem Abschleppwagen Hook einen neuen Cars-Protagonisten geschaffen hat, sich von Lightning McQueen jedoch nicht getrennt hat. Der weitaus unterhaltsamere Teil ist jedenfalls die Geschichte mit Hook als Agenten, der Rennteil wirkt wie eine Unterbrechung.

Gelungen sind vor allem die vielen Bond-realistischen Actionszenen, wie die Flucht Finn McMissiles, bei welcher er mit Hilfe von Seilen die Decke entlang schlittern kann, unter Wasser mobil ist und sogar einen Tod vortäuschen kann, in dem er Autoteile samt Benzin und ein paar Explosionen zurücklassen kann.

"Cars 2" glänzt außerdem, wie schon eingangs erwähnt, durch eine exzellente 3D-Umsetzung. Schöne, gestochen scharfe 3D-Momente ergeben sich insbesondere beim Anblick der liebevoll, lebensecht umgesetzten Kulissen! Das allein unterhält im gesamten Film bestens, genauso wie landestypische Protagonisten wie feine, britische Spione (Finn McMissile, im Original gesprochen von Michael Caine, im deutschen ist es James Bond-Sprecher Dietmar Wunder) oder böse, deutsche Professoren (Professor Z, gesprochen von Thomas Kretschmar). Für alle Originalfilm-Gucker – es ist eine Erleichterung, dass ein echter Deutscher den deutschen Part spricht!

Insgesamt schafft es "Cars 2" vielleicht nicht ganz, sich den Titel "Pixar-Meisterwerk" zu verdienen (es gibt schließlich bessere Pixar-Werke, wie oben genannt), aber er gehört aber definitiv zu den sehr gelungenen 3D-Animationen!

Kinostart "Cars 2": 27. Juli 2011.

"Cars 2", Genre: Animation, Regie: John Lasseter, Brad Lewis, Synchronstimmen: Owen Wilson, Larry the Cable Guy, Michael Caine, Thomas Kretschmar, Emily Mortimer, Jason Isaacs, Produktionsjahr: 2011, USA, Laufzeit: 106 Minuten, ohne FSK

Mehr Infos und weitere Bilder aus Cars 2 bei Kulthit.de

Autor: Dorothea Soszka

 
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