Diese Dokumentation ist nichts für schwache Nerven. Zwar dreht sich die Handlung zum großen Teil um die widrigen Umstände, unter denen O'Barry und Psihoyos in Japan filmen konnten, die bislang noch nie gesehenen blutigen Bilder der Delfin-Schlachtungen bleiben dem Zuseher dennoch nicht erspart. Örtliche Behörden, die Polizei, die Fischer wollten den Film verhindern, die Aktivisten wurden ernsthaft bedroht und waren am Ende gezwungen, ihre Kameras bei Nacht und Nebel und als Steine getarnt in der Bucht zu verstecken. Die Bilder, die sie letztlich einfingen, sind unfassbar grausam: Blutrot verfärbt sich das Wasser, als das Massaker beginnt. Die schönsten Tiere werden zum Verkauf an Delfinarien weltweit am Leben gelassen, alle anderen Delfine wandern in die japanischen Kochtöpfe.
Seit "The Cove" am 31. Juli in den USA startete, wird die Dokumentation mit Preisen überhäuft, und endlich schaut die westliche Welt auf das Grauen, das in Japan passiert. Die Doku galt schon früh als Oscar-verdächtig, aber wichtiger noch: Sie macht Hoffnung auf eine Änderung der Umstände beim japanischen Delfin- und Walfang.
Mehr über "Die Bucht" bei Film-Zeit.de







