Die Tränen sind nur Schauspiel und doch scheinen die Jungdarsteller ihre Rollen glaubhafter zu verkörpern als der DSDS-Kader. Schließlich ist "Fame" für die zwei handvoll Darsteller auch ein Ticket nach oben. Starqualitäten kann man schon jetzt Naturi Naughton bescheinigen, die eine Pianistin mit Riesenstimme gibt. Ihr zur Seite steht ein bunter Querschnitt aus rappenden Ghettokids, verwöhnten Jung-Ballerinas, schüchternen Mimen mit Migrationshintergrund und selbstbewussten Tänzern. Doch auch routinierte Darsteller hat der 24-jährige Regie-Newcomer Kevin Tancharoen verpflichtet. Allen voran Debbie Allen, die schon im ersten "Fame" mitgespielt hat, sowie Charles S. Dutton ("Without a Trace") und Kelsey Grammer ("Frasier").
Während jede Rolle ein weiteres Puzzleteil im großen "Fame"-Bild ergibt, bleiben die einzelnen Charaktere doch etwas blass. Zu wenig Zeit kann Regisseur Tancharoen ihren jeweiligen Motiven schenken. Seine Stärke liegt, das wird vor allem bei der großen Tanzszene am Ende des Film klar, in den zeitgemäßen Choreographien. Nicht verwunderlich wenn man weiß, dass Tancharoen vor seinem Filmdebüt für Madonna und Britney Spears Schritte choreographierte. Der mitreißende Tanz und auch die Musik - allen voran die gelungene Neuinterpretation des Titelsongs - runden den Film weiter ab. Und dass die Zuschauer von tanzenden und singenden attraktiven Jugendliche nicht genug bekommen können, ist ja nun schon seit 30 Jahren kein Geheimnis mehr. Damals begann der Siegeszug von "Fame" durch die Kinos.
"Fame", Genre: Musikfilm, Regie: Kevin Tancharoen, Cast: Charles S. Dutton, Collins Pennie, Kelsey Grammer, Naturi Naughton, Kay Panabaker, Kherington Payne, Debbie Allen, Produktionslandland: USA, Produktionsjahr: 2009, Laufzeit: 105 Minuten, FSK: o.A.
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