Die Geschichte ist so spannend wie traurig wie unglaublich: Im Jahr 814 nach Christi hadert die junge Johanna mit ihrem Leben als Frau, das damals riesigen Beschränkungen unterworfen war. Sie lehnt sich gegen den strengen Vater auf, gegen die Regeln der Kirche und beschließt, als Mann verkleidet ins Beneditkinerkloster einzutreten. Unter dem Namen Bruder Johannes nimmt Johannas Karriere als geachteter Arzt ihren Lauf. Als ihre Identität aufzufliegen droht, flieht sie nach Rom und wird am Ende wider Willen zum Nachfolger von Papst Sergius gewählt. Doch das Leben der "Päpstin" ist auf Lügen gebaut, die sie letztlich zu Fall bringen werden. Nicht zuletzt deshalb, weil sie für ihre Bestimmung die Liebe verleugnet.
Ursprünglich sollte Altmeister Volker Schlöndorff die Regie für den Film übernehmen, Constantin Film trennte sich allerdings von ihm, nachdem dieser sich in den Medien kritisch über die Produktion geäußert hatte. Sönke Wortmann wurde verpflichtet, die fesselnde Frauen-Emanzipations-Geschichte auf die Leinwand zu bringen, was diesem mit dem Anspruch auf höchste Authentizität souverän gelang. Nachdem zunächst Franka Potente als Hauptdarstellerin vorgesehen war, stand schließlich Johanna Wokalek ("Der Baader Meinhof Prozess") vor Wortmanns Kamera: Sie trägt den opulent ausgestatteten Film mit ihrem eindringlichen Spiel perfekt.
Die Kritik zu "Die Päpstin" bei Critic.de






