Oscar-Gewinnerin Natalie Portman - Rappender Schwan

Oscar-Gewinnerin Natalie Portman

Rappender Schwan

© Kinowelt

Als Ballerina wirkte sie graziös und professionell, die brave, zurückhaltende Tochter mimte sie glaubhaft, und ihre Darbietung einer schizophrenen Persönlichkeit war angsteinflößend. Natalie Portman hat ohne Zweifel den Oscar als beste Hauptdarstellerin für ihre Performance in "Black Swan" verdient! Und mit dem Sieg kommt auch das Interesse der Zuschauermassen: Woher kenne ich Natalie Portman? Das ist doch Amidala aus "Star Wars" – und sie hat einen Oscar verdient?

Tatsächlich war Natalie Portman bisher eher unscheinbar im Showbiz‘ unterwegs. Das lag aber eher daran, dass die heute 29-jährige Schauspielerin selten in massentauglichen Blockbustern zu sehen war. Die drei "Star Wars"-Filme (Teil I-III) sind wohl die bekanntesten, wobei die Rolle der Amidala nicht gerade viel Raum bot, um schauspielerisches Talent zu zeigen. Portmans Können sieht man in Filmen wie "Garden State" (2004) oder "Hautnah" (2004) – Filme, die zur Independent-Sparte gehören oder zumindest einem ernsteren Genre zuzuordnen sind. Auch "Black Swan" (2010), inszeniert von Regisseur Darren Aronofsky ("The Fighter", 2010), ist vielmehr ein bizarres Kunstwerk als ein seichter Unterhaltungsfilm. Dennoch lockte der Film ein überraschend breites Publikum ins Kino – und Portmans Auftritt war ein Grund dafür. Für die Ballerina-Rolle magerte sie stark ab und sorgte für ein großes Medienecho. Die Oscar-Auszeichnung ist nun jedenfalls eine Belohnung für ihr Engagement und zieht die Aufmerksamkeit der Masse an.

Geboren in Jerusalem

Natalie Portman wurde im Juni 1981 in Jerusalem geboren, zog aber bereits als Dreijährige mit ihren Eltern in die USA. Ihren eigentlichen Nachnamen Hershlag tauschte sie zu Beginn ihrer Karriere gegen den Künstlernamen und zugleich Geburtsnamen ihrer Großmutter Portman aus. Bereits mit 13 Jahren gelang ihr der Durchbruch. Sie spielte Mathilda in "Léon – der Profi" (1994) mit Jean Reno als Profi-Killer. Als kleines Mädchen, das eine Beziehung zum Killer aufbaut, überzeugte sie namhafte Regisseure und bekam schnell weitere Aufträge. Sie war zum Beispiel in Tim Burtons "Mars Attacks!" (1996) oder in Woody Allens "Alle sagen – I love you" (1996) zu sehen.

Parallel zu den Dreharbeiten für "Star Wars: Episode 1 – die dunkle Bedrohung" meisterte Natalie 1999 ihren Highschool-Abschluss und machte im Jahr 2003 auch noch den Bachelor in Psychologie an der Harvard University. Neben kurzen Unterbrechungen am Theater drehte sie Filme wie "Wo dein Herz schlägt" (2000), "V wie Vendetta" (2006), "My Blueberry Nights" (2007), oder "New York, I Love You" (2009).

Neben dem Oscar gewann Portman zweimal einen Golden Globe: Für ihre Performance in "Black Swan" und als beste Nebendarstellerin in "Hautnah". Ihre Rollen wählte Natalie bisher immer bewusst aus: In schlichten Horrorfilmen wollte sie nie mitspielen, auch lehnte sie beispielsweise die Rolle in "Lolita" (1997) ab, weil sie sexuelle Darstellung von Kindern nicht gut heißt.

Natalie Portman geht auch als "bad girl" durch

Natalie Portmans Lebenslauf liest sich brav und vorbildlich, vor allem da sie sich auch noch für Tierschutz einsetzt und öffentlich vegetarisch und mittlerweile sogar vegan ernährt. Ihre Zusammenarbeit mit der amerikanischen Comedy-Gruppe "The Lonely Island" ist daher umso interessanter. "The Lonely Island", mit dem Stamm-Ensemble bestehend aus Andy Samberg, Akiva Schaffer und Jorma Taccone, wurde mit (musikalischen) Parodien bei einem Auftritt in der amerikanischen Kult-Show "Saturday Night Live" bekannt. Viele Stars und Schauspieler (u.a. Justin Timberlake) machten bisher bei den Sketchen mit – auch Natalie Portman. Und sie zeigte dabei eine ganz andere, komödiantische Seite. In einem fiktiven Interview über ihre Karriere und Vorbildfunktion antwortet sie mit einem Rap, und bedient sich dabei einem ziemlich vulgären Vokabular.

Hier geht´s zu Portmans Rap bei Youtube

Bei all dem Rummel um "Black Swan" ging übrigens Portmans anderer Film, der fast zeitgleich in den deutschen Kinos lief, unter: Die romantische Komödie "Freundschaft Plus" zusammen mit Ashton Kutcher. Komödien kann sie also auch, zumindest erntete Portman dafür keine schlechten Kritiken. Auf ein neues Werk mit Portman wird man jetzt aber warten müssen. Die junge Oscar-Gewinnerin erwartet ihr erstes Kind und wird wohl erst einmal für eine Babypause einlegen.

Mehr über Schauspielerin Natalie Portman bei OFDb.de

Autor: Dorothea Soszka

 

 
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