Can go through skin - Aus der Bahn geworfen

Can go through skin

Aus der Bahn geworfen

© Arsenal Institut
Als wäre ein Schicksalsschlag nicht genug, wird Marieke kurz nach der Trennung von ihrem Freund Opfer eines brutalen Überfalls. Sie schottet sich von der Außenwelt ab und verschanzt sich in einem alten Haus in Zeeland, wo sie krampfhaft versucht, kein Opfer zu sein. Mit ihrem Gefühlschaos bleibt sie zuerst in ihrem Haus allein. Sie muss erst wieder Vertrauen zu anderen finden, nähert sich auch nur langsam ihrem Nachbarn John, von dem sie schließlich schwanger wird. Einen Platz für ihre Gefühle, die sie selbst nicht klar einordnen kann, findet sie in Internet-Chats, wo sie andere Opfer kennen lernt – allerdings geht es da weniger um Schmerzverarbeitung, sonder um Racheakte.  Ohne es zu merken, steigert sich Mareike immer mehr in ihren Rachwunsch und verliert allmählich die Kontrolle über ihr Leben...

Diese Geschichte geht wirklich durch die Haut. Die Regisseurin hat fast durchgängig aus Mariekes Perspektive erzählt, daher die reine, subjektive Kamera oder die Aufnahmen über die Schulter. So verdeutlichen die letzten Szenen, die aus Johns Perspektive gedreht wurden umso mehr, wie distanziert Marieke eigentlich ist. Die Zuschauer werden so zu intimen Zeugen von Mariekes Verdrängung von Gefühlen wie Scham, Hilflosigkeit, Trauer und Schwäche.


Starttermin: 21.01.2010

"Can go through skin" (OT: "Kan Door Huid Heen"), Genre: Drama, Regie: Esther Rots, Cast: Rifka Lodeizen, Wim Opbrouck, Chris Borowski, Elisabeth van Nimwegen, Tina de Bruin, Mattijn Hartemink, Produktionsjahr: 2009, Laufzeit: 97 Minuten, FSK: ab 12 Jahren.

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