Der österreichische Regisseur Michael Haneke bringt bereits seit vielen Jahren Gewaltmechanismen ans Tageslicht, die genauso schockierend wie provokativ sind. Für Aufregung sorgten unter anderem die Filme "Funny Games" (1997) oder "Die Klavierspielerin" (2001). Seine außergewöhnliche Inszenierung der Gewalt in "Funny Games" brachte er selbst als "Funny Games U.S" 2007 in einer amerikanischen Neuauflage auf den Markt – dem Original steht sein Remake aber in nichts nach.
Das weiße Band bringt nun intensiv die Grausamkeiten eines Dorfes an Licht. Ein Meisterwerk, der sich bei der Oscarverleihung am 7. März gegen vier andere Konkurrenten durchsetzen muss. Wer den Film noch nicht im Kino gesehen hat, kann das jetzt daheim auf DVD oder Blu-ray nachholen.
Zur Story:
1913, kurz vor dem Beginn des ersten Weltkriegs: Ein kleines Dorf im Norden Deutschlands wird von einer Reihe mysteriöser Vorfälle heimgesucht. Zunächst stürzt der Dorfarzt mit seinem Pferd über ein tückisch gespanntes Drahtseil. Dann kommt eine Arbeiterin im Sägewerk zu Tode. Die Vorfälle reichen tief in die patriarchalen Strukturen einer repressiven Gesellschaft. In den Mittelpunkt rückt der vom Dorfpfarrer geleitete Kinderchor und die Familien der Kinder und Jugendlichen. Der Pastor lässt die Kinder ein weißes Band als Zeichen ihrer Sünden tragen. Einem jungen Lehrer fällt schließlich auf, dass sich einige der Kinder seltsam verhalten – und sie und ihre Familien etwas verheimlichen. Die Unglücksserie zieht sich vor und es stellt sich immer dringender die Frage, wer dahinter steckt...
Verkaufsstart: 05.03.2010
"Das Weiße Band", Genre: Drama, Regie: Michael Haneke, Cast: Christian Friedel, Leonie Benesch, Ulrich Tukur, Ursina Lardi, Michael Schenk, Enno Trebs, Theo Trebs, Levin Henning Produktionsjahr: 2009, Laufzeit: 145 Minuten, FSK: ab 12 Jahren.
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