Wer es schräg mag, ist hier richtig – Die Culture-Clash Komödie "Chinese zum mitnehmen" ist genauso abstrus wie der Titel des Films verspricht. Ein Beispiel: In der Eröffnungsszene findet sich der Zuschauer irgendwo in China, auf einem kleinen romantischen Provinzsee wieder. Ein junger Chinese ist zu beobachten, der seiner Freundin wohl ein Liebeslied trällert. Wovon genau der Text des Liedes handelt bleibt unklar, denn wie auch über den gesamten restlichen Film hinweg, bleibt das Chinesisch und damit einer der beiden Hauptdarsteller gänzlich unverständlich. Zurück zur Szene: Der junge Mann möchte wohl seiner Liebsten gerade einen Heiratsantrag machen, als eine Kuh vom Himmel direkt auf die Freundin fällt und das junge Liebesglück abrupt beendet. Genauso schräg geht es dann auch weiter…
Von fliegenden Kühen in China in ein Eisenwarengeschäft in Argentinien
Das tragische Ende seiner Freundin durch die fliegende Kuh führt den schüchternen Chinesen Jun (Ignacio Huang, "Longchamps") auf Umwegen nach Argentinien. Dort möchte er seinen Onkel ausfindig machen. Doch noch bevor Jun wirklich in Argentinien angekommen ist, wird er vom Taxifahrer ausgeraubt, aus dem fahrenden Auto gestoßen und völlig orientierungslos am Straßenrand stehen gelassen. Ein Glück das er dabei direkt vor den Füßen Robertos landet. Der eigensinnige Roberto (Ricardo Darín, "In ihren Augen"), Inhaber eines Eisenwarengeschäfts in Buenos Aires, führt ein abgeschiedenes Leben.
Missmutig zählt er jeden Tag die Schrauben in seinen Schachteln und ärgert sich maßlos, wenn mal wieder eine fehlt. Seine Freizeit verbringt er am liebsten mit sich selbst und einer Sammlung von Zeitungsausschnitten über kuriose Geschehnisse aus aller Welt. Das einsame Dasein des mürrischen Eigenbrötlers soll sich jedoch durch Jun schlagartig ändern. Roberto nimmt den jungen Chinesen widerwillig bei sich auf und erlebt durch und mit ihm endlich einen Ausweg aus der eigenen Lebenskrise …
Schräg aber wahr
Kaum zu glauben, aber die Geschichte der fliegenden Kuh ist tatsächlich wahr. Der argentinische Erfolgsregisseur Sebastián Borensztein entdeckte die Story nach eigenen Angaben in einer überregionalen argentinischen Tageszeitung: Die Kuh war aus einem Flugzeug auf ein japanisches Fischerboot gestürzt und hatte es zum Kentern gebracht hat. Dem Regisseur war sofort klar: so beginnt sein neuer Film.
Die grandiose Geschichte über den Zusammenprall zweier sich fremder Kulturen wurde mit einer exzellenten Besetzung abgerundet. Argentiniens Superstar Ricardo Darín läuft in diesem Culture-Clash der Extraklasse erneut zu Hochform auf und wird in seinem Heimatland schon jetzt als der George Clooney Lateinamerikas gefeiert. Nach dem großartigen Erfolg in Argentinien und Spanien und den unzähligen Auszeichnungen in Europa gilt "Chinese zum Mitnehmen" als erfolgreichste Latino-Produktion des Jahres.
Verkaufsstart: 8. Mai 2012
"Chinese zum Mitnehmen" (OT: "Un Cuento Chino"), Genre: Komödie, Regie: Sebastián Borenzstein, Cast: Ricardo Darin, Ignacio Huang, Produktionsjahr: 2011, Argentinien, Spanien, Laufzeit: 90 Minuten, FSK: freigegeben ab 12 Jahren
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